Große Reise nach Übersee! – Kopenhagen Open 2019

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Die letzte große Fahrt für unseren Vereinsbus war gleichzeitig die erste große für unsere kleinen Kämpfer und Kämpferinnen. Mit sieben SportlerInnen der U10 und U12 machten wir uns am Donnerstagmorgen, den 18.04.2019, trotz Osterwochenende, auf den Weg in Dänemarks Hauptstadt zu den Kopenhagen Open. Dabei stand nicht nur der Wettkampf auf dem Programm, sondern auch ein anschließendes Trainingscamp und ein bisschen Sightseeing, denn schließlich ist man ja nicht jeden Tag in Kopenhagen.
Nach der problemlosen Anreise, die auch eine Fahrt mit Fähre über die Ostsee beinhaltete, ging es am Abend für die U12 direkt zum Wiegen. Im Anschluss stand noch ein kleines Training und das Beziehen unseres Quartiers in einer Federballhalle an.
Der Freitag begann vielversprechend. Einzig Leo Schulze (-30 kg) blieb an diesem Tag ohne Medaille, dennoch konnte er nach einer Niederlage im Viertelfinale einen siebten Platz erreichen. Besser lief es für Arlette Pfister (-44 kg) und Artur Eist (-46 kg). Beide erkämpften sich Silber. Arlette verlor ihren ersten Kampf durch Unaufmerksamkeit, beendete aber ihre restlichen Poolkämpfe vorzeitig. Artur zeigte sich im ersten Kampf souverän, konnte dies aber im Finale nicht mehr beibehalten. Für Luise Robe (-36 kg) lief es an diesem Tag auch sehr gut. Nachdem sie zunächst ihren Pool als Zweite verließ, gelang es ihr, das Halbfinale gegen eine Niederländerin im Boden für sich zu entscheiden. Im Finale traf sie auf die von den Färöer-Inseln stammende Kontrahentin gegen die Luise in der Vorrunde das Nachsehen hatte. Doch sie nutzte ihre Chance, entschied den Kampf zu ihren Gunsten und sicherte sich die erste Goldmedaille für die Samuras.
Damit war der erste Wettkampftag beendet, sodass wir etwas Zeit hatten, einmal andere Dinge als die Judohallen von Kopenhagen zu sehen und verbrachten den Nachmittag am Strand.
Am Samstag waren dann unsere kleinen Sportlerinnen der U10 an der Reihe. Hier punktete Lenna Viehrig in der Gewichtsklasse bis 25 kg. Ihre ersten beiden Kämpfe entschied sie frühzeitig für sich und stand somit im Finale gegen eine Sportlerin aus den Niederlanden. Es gab einen spannenden Schlagabtausch und der Kampf ging in die Verlängerung. Dort schaffte es Lenna, ihre Gegnerin auf Waza-ari zu werfen und wurde somit Erstplatzierte. Ähnlich verlief es bei Jasmin Glenz (+32 kg). Sie gewann all ihre fünf Kämpfe vor allem durch gute Bodenarbeit und holte sich somit ebenfalls Gold. Das Gleiche wäre auch bei Elisa Grové drinnen gewesen. Sie startete mit zwei starken Siegen gegen Sportlerinnen aus Dänemark und von den Färöer-Inseln gut in den Wettkampf. Im dritten Kampf verlor sie gegen eine deutsche Sportlerin und konnte auch im Halbfinale nicht mehr hochfahren, sodass es am Ende Bronze für Elisa gab. Damit war der Wettkampf für alle beendet und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.
Anschließend hatten wir den ganzen Tag Zeit, um auch den kulturellen Teil nicht zu kurz kommen zulassen. Passend zum Osterfest machten wir eine Art Geocatching. Dabei hielten wir Ausschau nach sechs riesigen Holzfiguren, die vom Künstler Thomas Dabo über die ganze Stadt verteilt errichtet worden sind.
Am Sonntag startete dann das eineinhalbtägige Trainingscamp mit ca. 500 SportlerInnen. Die Kinder hatten hierbei die Möglichkeit, sich gegen die verschiedensten GegnerInnen im Randori auszuprobieren und ihre gelernten Techniken anzuwenden. In der Mittagspause stand natürlich die Ostereiersuche auf dem Plan, denn diese sollte trotz des harten Trainings stattfinden. Nach einer kurzen Auswertung am Ende des Tages waren alle geschafft und gingen früh schlafen, um noch einmal Energie für die letzte Einheit am nächsten Morgen zu tanken. Nachdem auch diese zu Ende ging, machten wir uns dann langsam auf den Heimweg, denn wir hatten noch eine knapp achtstündige Reise vor uns. Gegen 20.30 Uhr kamen wir schließlich in Oranienburg nach fünf ereignisreichen Tagen an.
Insgesamt war es für alle Beteiligten eine sehr aufregende Reise. Unsere kleinen Judoka stärkten ihre Gemeinschaft, sammelten viele neue Erfahrungen und nicht zuletzt nahmen sie erste internationale Wettkampferfahrungen mit nach Hause.

 

Fotos: M.Latza

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